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OmU
 
 
SONNTAG
28.6.
Vorstellung mit Gästen
15:00
GK
Sachsens gesetztes-widrige Auslieferung an Ungarn

Runde zwei: Der Letatlin Verlag geht gemeinsam mit dem Dunya Collective auf eine zweiten Filmtour. Eingeladen wurden wir von den Solidaritätsgruppen Budapest Antifascist Solidarity Committee (BASC), Budapestsoli Düsseldorf und NRW sowie Family and Friends Hamburg.


Im Kontext des sogenannten „Budapest-Komplexes“ gerieten mehrere europäische Antifaschist*innen ins Visier staatlicher Ermittlungen. Hintergrund sind Auseinandersetzungen am Rande des „Tags der Ehre“, einer jährlich in Budapest stattfindenden geschichtsrevisionistischen Veranstaltung, bei der historische Einheiten wie Waffen-SS, Wehrmacht und ungarische Pfeilkreuzler geehrt und glorifiziert werden.


Im Zentrum des Films steht der Fall Maja T. Maja ist Antifaschist*in, nicht-binär und wurde rechtswidrig von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert. Das Bundesverfassungsgericht erklärte die Auslieferung später für rechtswidrig. Ungeachtet dessen befindet sich Maja seit über 700 Tagen in Haft in Budapest – unter Bedingungen, die internationalen menschenrechtlichen Standards widersprechen. Auch die vom Verfassungsgericht angeordnete Rückführung wird politisch weiterhin ignoriert.


Mittlerweile liegt ein erstinstanzliches Urteil vor. Maja T. wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung haben gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt. Derzeit wartet Maja auf das Berufungsverfahren.Welche Auswirkungen der Machtwechsel in Ungarn nach dem Erdrutschsieg von Péter Magyar und seiner Partei TISZA auf den Fall haben wird, bleibt abzuwarten. Bislang gilt „die Antifa“ weiterhin als terroristische Organisation. Ob der angekündigte Kampf gegen die mangelnde Unabhängigkeit der ungarischen Justiz erfolgreich sein wird und Auswirkungen auf das Verfahren haben wird, ist ebenso offen.


„Maja T. - Extracts from the Trials“ begleitet die Entwicklung des Verfahrens vom „Tag der Ehre“ 2025 bis zu den Verhandlungstagen im September 2025. Der Film zeigt Auszüge aus den Verhandlungen gegen Maja T. in Budapest, sowie die internationale Solidaritätsbewegung.

Vorstellung mit Gästen
Am 28. Juni um 15 Uhr sprechen wir im Anschluss an den Film mit der italienischen Regisseurin Marta Massa und dem ungarischen Journalisten Benjamin Lázár Fazekas (Mérce) über den Film, das Verfahren und die aktuelle politische Situation in Ungarn. Moderation: Dunya Collective und Family and Friends Hamburg.

Maja T.: Extracts from the Trials

Drehbuch, Regie Marta Massa (Dokumentarfilm)

Mit Maja T.

IT/HU/BE/PT 2025, 25 Min., ung./dt. OmU

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